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EVA-Prinzip & Von-Neumann-Architektur

1. EVA-Prinzip & Von-Neumann-Architektur
EVA-Prinzip

Grundlegendes Verarbeitungsmodell aller Computersysteme.

  • Eingabe (E) — Daten werden über Eingabegeräte (Tastatur, Maus, Scanner, Mikrofon) erfasst und dem System zugeführt.
  • Verarbeitung (V) — Die CPU verarbeitet die Eingabedaten nach programmierten Anweisungen (Berechnungen, Vergleiche, Sortierungen).
  • Ausgabe (A) — Ergebnisse werden über Ausgabegeräte (Monitor, Drucker, Lautsprecher) an den Nutzer zurückgegeben.
  • Erweiterung: Speicherung — Oft als EVAS-Prinzip ergänzt: Daten können dauerhaft gespeichert werden (Festplatte, SSD, Cloud).
Von-Neumann-Architektur

Referenzmodell für den inneren Aufbau eines Rechners, 1945 von John von Neumann beschrieben.

  • Rechenwerk (ALU) — Führt arithmetische und logische Operationen aus.
  • Steuerwerk (CU) — Holt Befehle aus dem Speicher, dekodiert und koordiniert die Ausführung.
  • Speicherwerk — Gemeinsamer Speicher für Daten und Programme (StoredProgram-Konzept).
  • Ein-/Ausgabewerk — Schnittstelle zur Außenwelt (Peripheriegeräte).
  • Bussystem — Adressbus, Datenbus, Steuerbus verbinden die Komponenten.
  • Von-Neumann-Flaschenhals — Daten und Befehle teilen sich einen Bus, was die Geschwindigkeit begrenzt.
Hardware vs. Software

Grundlegende Unterscheidung zwischen physischen und logischen Komponenten.

  • Hardware — Alle physisch anfassbaren Bestandteile eines Computersystems (CPU, RAM, Mainboard, Peripherie).
  • Software — Programme und Daten: Systemsoftware (Betriebssystem, Treiber, Firmware) und Anwendungssoftware (Office, Browser, Fachsoftware).
  • Firmware — Sonderfall: Software, die fest in Hardware eingebettet ist (BIOS/UEFI, Controller-Firmware).
Geschichte der Rechenmaschinen und Computer

Historische Entwicklung von mechanischen Rechenmaschinen bis zum modernen Computer.

  • Mechanische Ära — Abakus, Pascaline (1642), Leibniz-Rechenmaschine (1694), Analytical Engine (Babbage, 1837).
  • Elektromechanische Ära — Zuse Z1/Z3 (1938–1941), Hollerith-Maschine, Colossus, ENIAC (1946).
  • Transistor & IC — Transistor (1947), integrierte Schaltkreise (1958),Miniaturisierung, Mooresches Gesetz.
  • PC-Ära — IBM PC (1981), Personal Computer, Laptops, Smartphones, Cloud Computing.

Hardware-Grundlagen & Komponenten

Hardware-Grundlagen & Komponenten
CPU (Central Processing Unit)

Zentrale Verarbeitungseinheit — das „Gehirn" des Rechners.

  • Kerne & Threads — Multi-Core-Prozessoren (Dual, Quad, Hexa, Octa), Hyperthreading/SMT für parallele Verarbeitung.
  • Taktfrequenz - Basis- und Boost-Takt in GHz, höherer Takt -> mehr Operationen pro Sekunde.
  • Cache — L1/L2/L3-Cache als schneller Zwischenspeicher, je näher am Kern desto schneller.
  • Sockel — Physische Schnittstelle zum Mainboard (z.B. LGA 1700, AM5), bestimmt Kompatibilität.
  • TDP — Thermal Design Power, gibt den Kühlungsbedarf und Energieverbrauch an.
  • Hersteller — Intel (Core i3/i5/i7/i9, Xeon) und AMD (Ryzen, EPYC) als Marktführer.
RAM (Random Access Memory)

Flüchtiger Arbeitsspeicher für aktuell benötigte Daten und Programme.

  • DDR-Generationen — DDR4 vs.: DDR5 höhere Bandbreite, niedrigere Spannung, nicht abwärtskompatibel.
  • Kapazität — Typisch 8–64 GB für Arbeitsplätze, mehr für Server und Workstations.
  • Taktfrequenz & Latenz — MHz-Angabe und CL-Timings bestimmen die reale Geschwindigkeit.
  • Dual-/Quad-Channel — Mehrere Module parallel -> höhere Bandbreite.
  • ECC-RAM — Error Correcting Code für Server, erkennt und korrigiert Bitfehler
Massenspeicher

Nichtflüchtige Datenspeicher für Betriebssystem, Programme und Nutzerdaten.

  • HDD — Magnetische Festplatten, hohe Kapazität, günstig, aber langsam und empfindlich gegen Erschütterungen.
  • SSD (SATA) — Flash-Speicher über SATA-Schnittstelle, deutlich schneller als HDD, 2,5"- Formfaktor.
  • SSD (NVMe/M.2) — Flash-Speicher über PCIe-Bus, sehr hohe Lese-/Schreibraten (bis 7.000 MB/s+).
  • Externe Speicher — USB-Sticks, externe HDDs/SSDs, optische Medien (CD/DVD/Blu-ray) — zunehmend durch Cloud ersetzt.
Grafikkarte (GPU)

Berechnet und gibt Bildsignale aus — entweder als dedizierte Karte oder integriert in die CPU.

  • Dediziert vs. integriert — Eigenständige GPU (NVIDIA, AMD) vs. in CPU integriert (Intel UHD, AMD Radeon).
  • VRAM — Eigener Videospeicher (GDDR6/GDDR6X), wichtig für hohe Auflösungen und 3D.
  • Anschlüsse — HDMI, DisplayPort, USB-C mit Alt-Mode für Bildausgabe.
  • Einsatzzweck — Office: integriert reicht. CAD/Gaming/KI: dedizierte GPU nötig.
Mainboard, Netzteil & Gehäuse
  • Mainboard — Zentrale Platine, verbindet alle Komponenten. Formfaktoren: ATX, Micro-ATX, Mini-ITX. Chipsatz bestimmt Features.
  • Netzteil (PSU) — Wandelt Netzstrom in die benötigten Spannungen (3,3V, 5V, 12V). Watt-Angabe muss zur Hardware passen. 80+ Zertifizierung für Effizienz.
  • Schnittstellen am Mainboard — PCIe-Slots (x1, x4, x16), M.2-Slots, SATA-Ports, USB-Header, Audio, LAN (RJ45).
Eingabe-/Ausgabegeräte & Multifunktionsgeräte
  • Eingabegeräte — Tastatur, Maus, Scanner, Touchscreen, Mikrofon, Webcam, Barcode-Reader.
  • Ausgabegeräte — Monitor (LCD, OLED, Auflösung, Hz), Drucker (Laser, Tintenstrahl), Lautsprecher, Beamer.
  • Multifunktionsgeräte (MFP) — Kombination aus Drucker, Scanner, Kopierer, Fax. Anschluss via USB, LAN oder WLAN. Druckkosten (TCO) beachten.

Systeme: Desktop, Laptop, Thin Client & mobil

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